Streethunt

Streethunt-Bezirk Bergedorf

14 Stadtteile, 708 Straßen

Bezirk Bergedorf

14 Stadtteile

Bild: © streethunt.de, Lizenz: : Lizenz: CC BY-SA 4.0 , Quelle
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Information

Bergedorf bietet vor allem viel Grün. Die großen Siedlungen liegen fast alle auf dem Geesthang, unten in der Marsch liegen Natur und die Vier- und Marschlande.

Der Bezirk Bergedorf liegt im Südosten der Stadt und umfasst 15 Stadtteile. Bergedorf ist der am dünnsten besiedelte Bezirk Hamburgs, auf seinem Gebiet gibt es umfangreiche Flächen, die landwirtschaftlich genutzt werden. Bergedorf war früher eine eigenständige Stadt, die jedoch von Hamburg und Lübeck gemeinsam verwaltet wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb Hamburg dann die alleinige Hoheit von Lübeck, seither ist Bergedorf ein Teil der Stadt Hamburg.

Da der größte Teil des Bezirks die Agrarflächen der Vier- und Marschlande ausmachen, und es viel flaches Land und nur wenig Einkehrmöglichkeiten gibt, könnte es eine gute Wahl sein, sich diesen Bezirk im Sommer vorzunehmen. Wegen der langen Laufstrecken sollte man die Jagdausflüge in der Marsch auch gut planen. Dazu gehört auch, sich über die Busverbindungen zu informieren, um je nach Tagesform auch mal eine Tour ungeplant früher zu beenden, oder wenn es gerade gut läuft auch zu verlängern. Sich ohne ÖPNV-App zu Fuß in die weitläufigen Vierland zu begeben geht gar nicht. Um in der weitläufigen Gegend wenigstens einige Straßen zu erlegen sollte man mit Laufstrecken von zehn Kilometern und mehr rechnen. Wem das zu viel für einmal ist sollte kürzere Strecken so planen, dass nicht zu lange Wartezeiten an den Bushaltestellen entstehen. Und wer nicht so gut zu Fuß ist kann den Bergedorfer Bezirk natürlich auch mit dem Fahrrad zur Strecke bringen.

Wer den Bezirk von Osten her angeht kann sich mit dem Bus 228 oder dem Bus 120 zum „Zeltplatz Altengamme“ bringen lassen und von dort die Straßenjagd starten. Altengamme hat eine Reihe alter denkmalgeschützer Bauernhöfe vorzuweisen, die man entlang der Deiche findet. Folgt man dem Horster Damm nach Westen, findet man das älteste Bauwerk in diesem Stadtteil: Neben dem Haus mit der Numer 354 steht ein Turmspeicher aus Eichenholz, der im Jahr 1562 erbaut wurde. Noch älter ist die St.-Nicolai-Kirche im Kernort Altengamme. Teile des Mauerwerks stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. Altengamme hat 20 Straße auf 15.6 Quadratkilometern, die es zu erwandern gilt.

Nordwestlich von Altenwerder kann man die Straßenjagd dann gleich in Curslack fortsetzen. Curslack ist mit 28 Straßen auf 10,6 Quadratkilometern für Vierländer Verhältnisse ja schon fast dicht besiedelt. In Curslack liegt auch die größte Attraktion der Vierlande, das Museum Rieck-Haus. Hier lohnt es sich die Straßenjagd zu unterbrechen und sich einen Eindruck des bäuerlichen Lebens im 19. Jahrhundert und der Zeit davor zu verschaffen. Zur Museumsanlage gehört auch eine Windmühle, die mit einer archimedischen Schraube half die tief liegenden Felder zu entwässern.

Neuengamme hat auf seinen 18,6 Quadratkilometern 47 Straßen und an diesen liegen viele schmucke alte Bauernhäuser. Viele der alten Neuengammer Häuser haben besonders schönes und ausgefallenes Ziermauerwerk. Doch Neuengamme ist auch ein Ort deutscher Erinnerungskultur, mindestens 50.000 Menschen starben während der Nazi-Herrschaft im dortigen Konzentrationslager. Heute gibt es in Neuengamme eine KZ-Gedenkstätte.

Südlich von Neuengamme liegt Kirchwerder, mit 32,3 Quadratkilometern ist es der Stadtteil mit der zweitgrößten Fläche Hamburgs. Immerhin 59 Straßen gibt es hier. Da sich einige quer bzw. längs durch den ganzen Stadtteil erstrecken, kann man sich hier durch gute Planung einiges an Laufarbeit erparen. Dennoch wartet hier einiges an Strecke, denn in Kirchwerder gibt es entlang des Elbdeiches immer wieder kleine Querstraßen, die man nicht auslassen darf, und dann gibt es auch zwei Siedlungskerne, Fünfhausen und Kirchwerder selbst.

Von Kirchwerder aus bietet es sich an, die Straßenjagd nach Ochsenwerder fortzusetzen. Auch hier lässt sich eine Pause in der Jagd einplanen, der Hohendeicher See lädt bei schönem Wetter zu Baden und Schwimmen ein. Ochsenwerder hat 35 Straßen und gehört mit 14 Quadratkilometern Fläche immer noch zu den flächenmäßig größeren Stadtteilen. Aber auch hier gibt es Straßen, die den Stadtteil der ganzen Länge nach durchqueren und so die Jagd ein wenig erleichtern.

Im Nordwesten schließt sich dann Spadenland an mit 9 Straßen. Im Nachbarstadtteil Tatenberg dagegen gibt es 89 Straßen, denn hier gibt es Kleingartenvereine, die ihre Wege benannt haben. Von dort aus kann man dann die Dove Elbe überqueren und kommt so nach Moorfleet. Moorfleet ist ein Konglomerat aus mehreren Siedlungen, Industrie, einer Schlickdeponie, Autobahn und dem Holzhafen, der auf der Moorfleeter Seite kein Naturschutzgebiet ist. Dort liegen Boote mit Zustand von „braucht nur mal ´ne Schicht neuen Lack“ bis „da dürfte nicht mehr viel zu retten sein“.

Von Moorfleet wendet sich die Straßenjagd wieder nach Osten. Dort liegt Allermöhe und der Wasserpark Dove Elbe, ein strömungsfreies Gewässer, das auch Trainingsmöglichkeiten für Leistungssportler bietet . Seit die Stadtteile Allermöhe und Neuallermöhe getrennt wurden, sind in Allermöhe nun gerade mal 29 Straße übrig geblieben. Der Stadtteil besteht jetzt noch aus einem Industriegebiet, und einem Siedlungsgebiet, dass sich an der Dove Elbe entlangschlängelt.

Hier sollte man dann auch noch einmal auf die andere Seite der Dove Elbe wechseln, dort wartet noch der Stadtteil Reitbrook auf den Streethunter. Mit 9 Straßen auf 6,9 Quadratkilometern ist Reitbrook durchaus eine Herausforderung. Im Osten von Reitbrook geht es dann wieder auf die Nordseite der Dove Elbe und nach Neuallermöhe.

Neuallermöhe ist eine Siedlung vom Reissbrett, aber ein wenig verwinkelt und kleingliedrig geplant, so dass sich der Stadtteil modern und angenehm zeigt. Hier gibt es keine Betonhochhäuser, die Bebauung ist meist nicht höher als vier Stockwerke, und es gibt viele Fleete, die dem Stadtteil ein besonderes Flair verleihen. Durchaus eine städtische Siedlung, mit 76 Straßen auf 4,2 Quadratkilometern.

Von Neuallermöhe geht es dann hinüber nach Bergedorf. Bergedorf ist ein hübsches kleines Städtchen, mit einem Schloss und einer historischen Stadtmitte, durch die das Flüsschen Bille fließt. Und es gibt auch einen kleinen Hafen in der Innenstadt, der heute aber nur noch zu touristischen Zwecken genutzt wird. Ganz im Osten von Bergedorf ist die Hamburger Sternwarte. Dort kann man an Samstagen und Sonntagen an einer Führung durch die Anlage teilnehmen, und es gibt auf dem Gelände auch ein Café.

Westlich schließt sich dann noch Lohbrügge an Bergedorf an, der letzte Stadtteil dieses Bezirks. Immerhin 146 Straßen gilt es hier zur Strecke zu bringen. Wer das geschafft hat kann sich im Westen von Lohbrügge bei gutem Wetter am Segelflugplatz eine Auszeit gönnen, und eine Spaziergang durch das Naturschutzgebiet mit den Boberger Dünen machen.