Bezirk Harburg

17 Stadtteile

Bild: © streethunt.de, Lizenz: : Lizenz: CC BY-SA 4.0 , Quelle
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Information

Harburgs Stadtteile sind vielen Hamburgern kein Begriff. Doch der Bezirk Harburg viel zu bieten: Hafen, eine lebhafte City, Wohnviertel, Berge und viel Natur.

Der Bezirk Harburg umfasst den Süden Hamburgs und ist außer dem Stadtteil Harburg und dessen angrenzenden Stadteilen Wilstorf, Eißendorf, sowie Teilen von Heimfeld vor allem eher ländlich oder dörflich geprägt.

Der zentrale Stadtteil Harburg ist leider völlig verbaut. An einer Seite führt die aufgeständerte Umgehungsstraße als Autobahn 253 vorbei, die Bahntrasse zu den Elbbrücken mit über 10 parallelen Gleisen bildet eine weitere Barriere, die nur über einige Brücken gequert werden kann. Der nach Buxtehude führende Zweig der Bahntrasse, die Niederelbebahn bildet, unterstützt von der vierspurig ausgebauten Bundesstraße 73, eine weitere Barriere zwischen dem Stadtteil und dem Harburger Hafen. Wer sich auf der Straßenjagd westlich der B73 hält wird aber feststellen, dass es in Harburg viele schöne Orte gibt. Vielleicht ist es die Bündelung des Verkehrs oder tatsächlich der Kontrast, der einem den Eindruck verschafft, dass es ansonsten in Harburg eher ein wenig beschaulich zugeht. Streethunter werden viele schöne Ecken in Harburg finden, vielleicht am Rathausplatz, oder vielleicht in dem kleinen verbliebenen Rest Altstadt, der Lämmertwiete, die heute Harburgs Kneipenviertel ist. Auch steht hier das Hamburger Archäologische Museum mit seinen interessanten Ausstellungen.

Wer die Straßen des Stadtteils Harburg westlich der B73 erlegt hat kann sich dann daran machen, die B73 und die dahinter liegende Schienentrasse zu überwinden. Drei Fußgängerbrücken und eine Unterführung bieten den Streethuntern dazu zwischen Bahnhof und Seehafenbrücke die Gelegenheit. Wer mit dem Fahrrad unterweg ist und sich das Tragen über Treppen ersparen möchte, sollte direkt an der großen Kreuzung am Bahnhof die Schienen im Verlauf der Hannoverschen Straße überwinden. Ansonsten bleibt nur die Seehafenbrücke mit ihren steilen Zufahrten, die sich der Radfahrer direkt auf der Fahrbahn mit dem Schwerverkehr teilen muss. An der Hannoverschen Straße gibt es wenigstens einen Radweg.

Ist man erst auf der Hafenseite gelandet, so gibt es auf der Straßenjagd dort viel zu sehen: schicke Bürobauten, teilweise in umgenutzen Hafenspeichern, ein paar übrig gebliebene Fachwerkhäuser in der Harburger Schloßstraße, die Schlossinsel mit Wohnbebauung und Gewerbe, und einen Hafen den sich Freizeit- und Berufsschiffahrt teilen. Das Museum Elektrum befindet sich ebenfalls im Hafengebiet.

Folgt man auf dem Weg aus dem Hafen heraus Richtung Nordosten der Nartenstraße, überquert man die Hannoversche Straße und lässt die Unterführungen unter Autobahn und Bahntrasse hinter sich, so findet man sich plötzlich in einer grünen Idylle wieder: Man hat Neuland erreicht. So heißt der Stadtteil, der sich an der Süderelbe gelegen östlich an Harburg anschließt. Sicher, auch Neuland wird von einer Autobahn, der A1, durchquert und weiter südlich gibt es in Neuland auch Gewerbeflächen. Doch Streethunter, die jetzt erst einmal dem Neuländer Elbdeich folgen können das gestrost für einen Augenblick vergessen. 30 Straßen hat Neuland, doch sie sind günstig verteilt. Wer will kann vom Fünfhauser Deichweg aus parallel zur A1 auf einem Trampelpfad abkürzen, und das Gros der Straßen im Südwesten von Neuland jagen und danach zur Jagd auf die zehn Straßen von Gut Moor blasen.

Wer einmal in Gut Moor gewesen ist hat vielen Hamburgern etwas voraus. Denn viele haben noch nicht einmal den Namen dieses Stadtteils gehört. In Gut Moor muss man dann allerdings den kleinen Umweg zur Fünfhauser Straße in Kauf nehmen, denn diese Straße fehlt bei unserer Tour noch um den Stadtteil Neuland ganz abschließen zu können. Von Gut Moor aus geht die Jagd dann unter der Bahntrasse hindurch nach Rönneburg. Rönneburg hat 42 Straßen und ist im Wesentlichen eher unscheinbar. Von dort aus geht die Jagd weitere nach Langenbek und dann nach Sinstorf. Langenbek teilt das Schicksal Rönneburgs, beide ragen in keiner Weise aus der Vielzahl der 104 Hamburger Stadtteile hervor. Rönneburg hat seinen Burgberg, auf dem schon lange keine Burg mehr steht, und Langenbek hat als Attraktion ein Hügelgrab, das für Archäologen vielleicht ganz spannend ist, für alle anderen aber genau so aussieht wie ein kleiner Erdhügel, der mit Gras bewachsen ist.

Von Langenbek geht die Jagd dann weiter nach Sinsdorf, das tatsächlich mehr wie ein Dorf, und nicht nur wie eine Aneinanderreihung von Miets- und Reihenhäusern aussieht und auch eine sehr alte und hübsche Kirche vorzuweisen hat. Sinstorf hat 51 Straßen – eine lösbare Aufgabe. Etwas umfangreicher ist die Straßenjagd dann im angrenzenden Marmstorf. Nicht so sehr wegen der 82 Marmstorfer Straßen, sondern vor allem wegen der Bremer Straße. Die Maldfeldstraße, die von Sinstorf nach Marmstorf führt kann man erlegen, wenn man den Sinstorfer Süden zur Strecke bringt, da kommt man ohnehin vorbei. Und die Bremer Straße kann man ebenfalls an vielen Stellen in Marmstorf erlegen, aber es geht schon auch ein wenig um die Ehre. Immerhin wollen Streethunter doch tatsächlich die ganze Stadt kennenlernen. Und so sollte man auch einmal den Reiterhof Grimm in Lürade aus der Nähe gesehen haben, im südlichsten Zipfel Hamburgs. Es gibt einen Fußweg, der dort hinführt, dennoch ist Lürade ein wenig entlegen und wer dort mit dem Bus 4244 hin will, der sollte sich vorher informieren, dieser Bus fährt nur selten. Dennoch bleibt ein Besuch in dieser Ecke Hamburg den Streethuntern erspart, denn in dem kleinen Waldstück im Südzipfel Hamburgs liegt auch noch der Helmsburgweg, ein Waldweg, und wer Harburg in Gänze erlegen möchte kommt nicht darum herum, einmal dort gewesen zu sein.

Den Rest von Marmstorf kann man sich in zwei Hälften aufteilen, und sich nach dem Teil südlich vom Schulteichgraben dann zunächst einmal Wilstorf vornehmen, einmal den Außenmühlenteich umkreisen und dann den Rest von Marmstorf zusammen mit Eißendorf erledigen. Eißendorf hat 135 Straßen und einen sehr hübschen Ortskern mit einigen Reetdachhäusern.

Nach Eißendorf kann man die Jagd dann wieder Richtung Elbe fortsetzen, Heimfeld hat südlich der B73 ein großes Wohnviertel, aber es gehören auch einige Straßen im Harburger Hafen dazu, und so steht man wieder vor dem Problem die Bundesstraße und die Bahntrasse zu queren. Dies kann man an der bereits erwähnten Seehafenbrücke tun, oder auch in der Verlängerung der Lauenbrucher Straße, oder im Verlauf der Moorburger Straße. Zu Heimfeld gehört außerdem noch ein Teil der Schwarzen Berge, und dort zwischen dem Weg „Düstere Kuhlen“ und dem „Lustberg“ nahe der B73 gibt es etliche benannte Waldwege, die jeder für sich erlegt sein wollen. Immerhin verläuft die Jagd hier im Walde, das erscheint doch standesgemäß.

Wenn man dann schon in den Schwarzen Bergen ist, dann kann man gleich auch noch Hausbruch vor die Flinte nehmen, und auch den südlichen Teil von Neugraben Fischbek. So kommt man dann immer weiter westlich bis zum Fischbeker Heidbrook, wo man man die Jagd dann auf der Nordseite der B73 mit einer Wendung nach Osten fortsetzen kann. Neugraben-Fischbek, Hausbruch und Heimfeld sollte man auf diesem Wege dann abschließen, bevor man sich nach Moorburg aufmacht und danach noch die einsam stehende Kirche von Altenwerder aufsucht. Die Altenwerder Kirche ist das einzige, was von dem Örtchen geblieben ist, nachdem dessen Häuser dem Containerterminal weichen mussten.

Wer die 23 Straßen von Altenwerder dann erlegt hat kann sich die neun Straßen von Francop vornehmen. In Francop ist es so ähnlich wie in in Marschlanden - wenige Straßen und viel Landwirtschaft dazwischen, das bedeutet Laufarbeit. Von Francop aus gelangt die wilde Jagd dann wie automatisch nach Neuenfelde, das immerhin 41 Straßen hat. Diese liegen aber zum Glück so, dass ein Besuch der südlichen Hälfte der Neuenfelder Gemarkung reine Ehrensache ist. Für die eigentliche Jagd kann man sich weitgehend auf die nördliche Hälfte von Neuenfelde konzentrieren und dann schließlich zum Abschluß noch schnell die sieben Straßen Cranz erlegen. Cranz ist der westlichste Stadtteil von Harburg, aber von hier fährt der Bus 150 tagsüber alle 10 Minuten und bringt den müden Streethunter mit seiner Jagdbeute schnell wieder in die Stadtmitte zurück. Oder man nimmt die Fähre und läßt sich von Cranz nach Blankenese übersetzen.