Streethunt

Streethunt-Bezirk Hamburg-Nord

13 Stadtteile, 1276 Straßen

Bezirk Hamburg-Nord

13 Stadtteile

Bild: © hh oldman, Lizenz: : Lizenz: CC-BY-3.0.EN , Quelle
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Information

Im Bezirk Hamburg-Nord liegen mit dem Alsterlauf, dem Stadtpark und dem Parkfriedhof Ohlsdorf drei der bekanntesten Hamburger Naherholungs- und Grünflächen

Dabei ist der Name dieses Bezirks ein wenig missverständlich. Zwar liegen die meisten seiner 13 Stadtteile nördlich der Außenalster, doch gehören auch Hohenfelde und Uhlenhorst dazu, die gefühlt irgendwie doch eher als Teile der Innenstadt sind. Damit gehört auch ein großer Teil der Außenalster zu Hamburg-Nord, von wo aus sich dieser Bezirk mit Dulsberg und den beiden Barmbeker Stadteilen (Nord und Süd), Winterhude, Eppendorf und Hoheluft-Ost nach Norden erstreckt. Nördlich von Winterhude liegen dann die Stadtteile Groß Borstel, Alsterdorf und Ohlsdorf wirklich im Hamburger Norden, und Fuhlsbüttel und Langenhorn bilden dann den Abschluß nach Schleswig-Holstein hin.

Mitten in Winterhude befindet sich der Hamburger Stadtpark, der mit seinen Wiesen und den umfangreichen Wasserflächen ein beliebtes Naherholungsgebiet ist. Auch der Parkfriedhof Ohlsdorf gehört zu Hamburg Nord. Zum Stadtteil Fuhlsbüttel gehört der Flughafen, der seit 2016 nicht mehr nach dem Stadtteil, sondern nach dem früheren Oberbürgermeister und Bundeskanzler Helmut Schmidt benannt ist.

Eine Besonderheit des Bezirks Hamburg-Nord ist, dass der 10. Längengrad genau durch diesen verläuft. Es gibt einige Hinweise darauf, so ein Erinnerungsstein, der an der Tangstedter Landstraße auf Höhe der Hausnummer 400 zu finden ist. In Winterhude gibt es auf dem Marktplatz eine Bodenmarkierung, die man in der Nähe der Sparkassenfiliale findet.

Wer bei der Straßenjagd den Bezirk Hamburg-Nord von Süden her angehen möchte, beginnt in Hohenfelde. Hohenfelde wird von seinen Bewohnern wegen der zentralen und trotzdem meist ruhigen Wohnlagen geschätzt, kann dem Streethunter aber nicht allzu viele Attraktionen bieten. Das prominenteste Gebäude ist sicher die Alsterschwimmhalle mit ihrer spektakulären Dachkonstruktion. Ansonsten kann man in Hohenfelde im Sommer jeden Montag und Donnerstag Abend in der Hohenfelder Bucht das Kanu-Polo-Training des dortigen Kanuclubs beobachten. Ein beliebter Treffpunkt ist auch die Schwanenwik-Wiese an der Außenalster, wohin bei schönem Wetter viele kommen, um zu Grillen oder sich im Grünen zu entspannen.

Nördlich von Hohenfelde geht die Straßenjagd dann auf der Uhlenhorst weiter. Uhlenhorst ist ein schickes und wohlhabendes Viertel. An der Alster und rund um den Feenteich gibt es dort schöne alte Stadtvillen zu sehen. Und entlang des Hofwegs, der so etwas die die Hauptstraße Uhlenhorsts ist, gibt es viele recht exklusive Geschäfte und auch viele gute Restaurants. Nach Osten hin werden die Wohnlagen dann sichtlich einfacher, und schließlich beginnt hier der Stadtteil Barmbek Süd. Barmbek-Süd war schon seit etwa 1900 eine Arbeitervorstadt und ist es größtenteils auch bis heute geblieben. Zu Barmbek-Süd gehört die Einkaufsmeile an der Hamburger Straße mit den drei Hochhaustürmen, es bietet aber auch außergewöhnliche Wohnlagen wie die schwimmenden Häuser im Eilbekkanal.

Noch weiter östlich liegt der Stadtteil Dulsberg, ebenfalls eine Arbeitervorstadt, die dem Streethunter zwar wenige Attraktionen bieten kann, dafür gibt es dort entlang der Wohnstraßen aber erfreulich viel Grün. Sehenswert sind in Dulsberg auf jeden Fall die denkmalgeschützten Laubengangshäuser, die der Architekt Paul Frank ab 1927 an der Oberschlesischen Straße bauen ließ.

Nördlich von Dulsberg setzt sich die Straßenjagd in Barmbek-Nord fort, einer weiteren Arbeiterstadtteil. Errichtet wurde Barmbek-Nord um 1900, als durch den Ausbau des Freihafens und dem Bau der heute so beliebten Speicherstadt tausende der Ärmsten Hamburgs ihre Wohnung dort räumen mussten. Für die Menschen damals sicher keine populäre Maßnahme, allerdings muss man dabei auch die schlimmen sanitären Bedingungen in den hoffnungslos überfüllten Hafen-Altstadtvierteln bedenken, die Robert Koch während der Choleraepidemie „Pesthöhlen und Brutstätten für jeden Ansteckungskeim“ nannte. Wer heute in Barmbek-Nord auf die Jagd geht dem sei ein Abstecher in das Museum der Arbeit empfohlen, es lohnt auch das davor stehende Tunnel-Schneidrad „Trude“´zu bestaunen, mit dem der Autobahn-Elbtunnel gegraben worden war.

Um ein wenig Abwechslung bei der Straßenjagd zu haben empfiehlt sich von Barmbek Nord aus der Wechseln nach Winterhude. Dort bietet der Hamburger Stadtpark mit seinen großen Grünflächen eine angenehme Abwechslung zum Häusergewirr in Barmbek. Im Stadtpark steht auch eine der Winterhuder Sehenswürdigkeiten, das Planetarium, das in einem früheren Wasserturm eingerichtet worden ist. Nördlich des Stadtparks befindet sich die City Nord, die als Bürostadt ab 1960 errichtet worden war, und in der viele der dortigen Bürobauten unter Denkmalschutz stehen.

Westlich von Winterhude liegt Eppendorf, es besteht aus einem bürgerlichen Wohnquartier und dem Universitätsklinikum, sowie einem Gewerbegebiet seiner nördlichen Stadtteilgrenze.

Wer sich daran macht, die Straßen Eppendorfs zur Strecke zu bringen, der sollte die Jagd auch auf den kleinen Stadtteil Hoheluft-Ost ausweiten, der mit zwei Seiten seiner fast rechteckigen Gemarkung an Eppendorf stößt. Hoheluft-Ost hat gerademal 21 Straßen, dürfte also schnell erlegt sein. Hoheluft-Ost hat auch eine städtebauliche Sehenswürdigkeit, die Falkenried-Terassen. Der Begriff Terrassen ist vielleicht ein wenig irreführend, es handelt sich um eine Ende des 19. Jahrhunderts auf engstem Raum errichtete Siedlung für Arbeiterfamilien. Nachdem die Wohnanlage Anfang der 1990er saniert worden war sind die Wohnungen dort wieder sehr beliebt.

Von hier aus geht die Jagd weiter nach Groß Borstel, das etwa je zu einem Drittel aus Wohnbebauung, Kleingärten und Gewerbeflächen besteht. Zu Groß Borstel gehört auch ein Naturschutzgebiet, das Eppendorfer Moor. Weitet man die Jagd wieder nach Osten aus, so bekommt man Alsterdorf von die sprichwörtliche Flinte, das mit seinen zwei Inseln im Alsterflüsschen viele Ufergrundstücke bietet, die mit teils prätentiösen Stadtvillen bebaut sind. Noch weiter östlich liegt der Stadtteil Ohlsdorf, dieser besteht aus drei kleineren Wohnquartieren und zum größten Teil aus dem weltbekannten Parkfriedhof. Viele der Straßen auf dem Parkfriedhof sind dort benannt, es gibt also genug Gelegenheiten für Streethunter sich dort einmal umzusehen und die entschleunigte Atmosphäre zu genießen.

Genau wie Ohlsdorf zum größten Teil aus dem Friedhof besteht, so geht es Fuhlbüttel mit dem Flughafen. In Fuhlsbüttel bleibt neben dem Flughafen nur ein kleiner Anhang als eigentlicher Stadtteil für dessen Bewohner übrig. Und wer nun auch die Straßen Fuhlsbüttel erjagdt hat, dem steht mit Langenhorn, dem nödlichsten Stadtteil von Hamburg-Nord, noch eine große Aufgabe bevor. 260 Straßen gilt es dort zur Strecke zu bringen. Im Norden von Langenhorn liegt das Quartier Ochsenzoll, dort gab es eine Zollstation wo auf der heutigen Langenhorner Chaussee der frühere Ochsenweg von der Holsteinischen Seite nach Hamburg hinein führte. Wer den Zoll umgehen wollte, der nahm dort den Schmuggelstieg, der seinen Namen bis heute behalten hat. An der Essener Straße liegt die Schwarzwaldsiedlung, die man auf der Straßenjagd ohnehin nicht auslassen sollte und an der östlichen Gemarkungsgrenze Langenhorns gibt es eine weitere städtebauliche Sehenswürdigkeit, die Fritz-Schumacher-Siedlung. Dieses Quartier war ein Projekt des legendären Hamburger Oberbaudirektors. Die Häuser liegen hier ein ganzes Stück von der Straßenfront zurück um Platz für ein wenig Selbstversorgung der Bewohner mit Gemüse und Obst und Kleinviehhaltung zu schaffen.