Bezirk Wandsbek

18 Stadtteile

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Information

Wandsbek ist wie eine lebhafte eigenständige Kleinstadt. Nach Osten und Norden wechselt es aber von städtischem zu eher dörflichem Charakter mit viel Natur.

Der Bezirk Wandsbek liegt im Nordosten der Stadt und ist der Bezirk mit den meisten Einwohnern. Er ist in 18 Stadtteile gegliedert, wovon Eilbek wohl als einziger noch als Teil der Hamburger Innenstadt gesehen werden kann. Wandsbek war bis 1937 eine eigenständige Stadt, was sich heute noch dadurch bemerkbar macht, dass das Viertel um den Wandsbek-Markt mit dem großen Wandsbeker Rathaus, dem Busbahnhof über der U-Bahnstation und dem sich daran anschließenden Einkaufsviertel wie ein eigenes Stadtzentrum wirkt.

Wandsbek bietet seinen Bewohnern einige Parkanlagen und Naturschutzgebiete zur Naherholung. Mit das größte und beliebsteste Naherholungsgebiet dürften der Grünzug sein der als Eichtalpark beginnt, unt mit unterschiedlichen Namen dem Flußlauf der Wandse bis Rahlstedt hinzieht. In Tonndorf teilt sich der Grünzug und der nördliche Zweig erstreckt sich entlang der Berner Au bis nach Berne. Ein weiteres Naherholungsgebiet liegt im Einzugsbereich des Flusses Alster, der im Norden Hamburgs mit den Naturschutzgebieten Duvenstedter Brook und Wohldorfer Wald beginnt und sich durch das NSG Rodenbeker Quellental stadteinwärts durch den ganzen Bezirk Wandsbek erstreckt. Der Flußlauf der Alster wird vom Alsterwanderweg begleitet, der in Kayhude beginnt und nach etwa 37 Kilometern schließlich bis zu Außenalster führt.

Zum Bezirk Wandsbek wurden viele Stadtteile verwaltungstechnisch zusammengefasst, die sich stark unterscheiden. Um diese Unterschiede und die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der Bürger in den einzelnen Bereichen gerecht zu werden wurde der Bezirk Wandbek in fünf Regionalbereiche gegliedert. Jeder der Regionalbereiche wird jeweils durch einen eigenen Regionalausschuss vertreten.

Beginnen wir die Straßenjagd durch den Bezirk Wandsbek also vom Zentrum Hamburgs aus in Eilbek. Entlang des Südufers des Eilbekkanals befindet sich das Auenviertel, wo alle Straßen ein „Au“ im Namen tragen. Der Eilbekkanal verläuft an der nördlichen Stadtteilgrenze, wird weiter abwärts zu Kuhmühlenteich und Mundsburger Kanal, der in die Außenalster mündet. Flußaufwärts heißt der Wasserlauf dann Eilbek, und wird dann oberhalb des Mühlenteichs zur Wandse. Diesen Namen behält das Flüßchen dann bis zu seiner Quelle bei Ahrensburg bei. Eilbek liegt rechts und links der Wandsbeker Chausee die weiter östlich zum Stadtteil Wandsbek, und auch nach Marienthal führt.

Marienthal ist ein eher beschaulicher Stadtteil, durch den sich ein Kette von Parkanlagen zieht, namentlich das Erste, Zweite, Dritte und Vierte Wandsbeker Gehölz. Der Stadtteil Wandsbek, der bei der Namensgebung für den Bezirk Pate stand schließt sich nördlich am Marienthal an. Um den Wandsbeker Markt herum gibt es ein quirliges Einkaufviertel, und entlang des Flüßchens Wandse liegt der Eichtalpark. Ganz im Norden des Stadtteils liegt die Wandsbeker Gartenstadt, an die sich zum Flußlauf der Wandse hin das Quartier Hinschenfelde anschließt.

Nach Osten hin liegen Jenfeld und Tonndorf. Jenfeld ist ein eher preiswertes Wohnquartier, dessen Mittelpunkt das Einkaufzentrum an der Rodigallee ist. In Jenfeld befindet sich auch die Universität der Bundeswehr, deren Gelände aber nicht öffentlich zugänglich ist.

Nördlich von Jenfeld liegt Tonndorf, das vor allem als Standtort des Studio Hamburg bekannt ist, das Film- und Fernsehproduktionen durchführt. Hier wurden seit den Gründungsjahren der BRD Spielfilme produziert, sowie auch viele Fernsehproduktionen. Das ZDF war hier viele Jahre Dauermieter. Streethunter, die im Sommer nach Tonndorf kommen sollten sich auf der Straßenjagd eine Pause gönnen und sich im Freibad Ostende ein wenig Entspannung und Abkühlung im Ostender Teich gönnen.

Diese fünf Stadtteile, Eilbek, Wandsbek, Marienthal, Jenfeld und Tonndorf bilden heute das Kerngebiet des Bezirks Wandsbek. Nördlich davon liegt mit Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne der nächste Regionalbereich. Von Tonndorf kommend setzt sich die Straßenjagd nach Farmsen-Berne fort. Im Süden dieses Stadtteils befindet sich mit der gleichnamigen S-Bahn-Station die frühere Trabrennbahn. Diese wurde in einen Park umgebaut, und die umliegende zwei- und vierstöckige Wohnbebauung bildet als Oval die früheren Pferderennbahn nach. Farmsen ist durch eher städtische Wohnviertel gekennzeichnet, hier gibt es vorwiegend Reihenhäuser und Mietshäuser, während diese in Berne durch mehr Einfamilienhäuser mit eigenen Gartengrundstücken abgelöst werden.

Westlich schließen sich an Farmsen-Berne Bramfeld an, und auch Steilshoop. Steilshoop ist vorwiegend eine Großsiedlung aus den 1970er Jahren, die alle Probleme durchlebte, die es in allen vergleichbaren anonymen Vorstadtsiedlungen damals gab. Heute ist man in Steilshoop genau so sicher, wie in den meisten Hamburger Stadtteilen. Um die Straßen den nödlichen Teils Steilshoops zur Streck zu bringen reicht es fast aus, einmal die Gründgensstraße von West nach Ost abzuschreiten. Dabei kommt man dann auch mitten durch das sogenannte „City Center“ von Steilshoop, dessen monumentale 70er-Jahre Betonarchitektur wenig einladend wirkt.

Steilshoop hat gerade mal 46 Straßen, Bramfeld ist dagegen mit seinen gewachsenen Strukturen und 222 Straßen schon eher eine Herausforderung for den Streethunter. Dort liegt unter anderem das Firmengeläde des Otto-Versands, das nicht öffentlich zugänglich ist. Dafür haben die Kleingartenvereine ihre Wege teilweise benannt, und bieten auf der Straßenjagd die Möglichkeit für eine Weile ins Grüne auszuweichen.

Nördlich von Bramfeld liegen die Stadtteile des Regionalbereichs Alstertal. Dies sind Hummelsbüttel, Poppenbüttel, Wellingsbüttel und Sasel. Wellingsbüttel liegt, genauso wie Sasel südlich des Alsterlaufs, und ist mit seiner kompakten Form und nur 90 Straßen kaum ein Hindernis auf der Straßenjagd. Im Torhaus des Herrenhauses Wellingsbüttel befindet sich das Alstertalmuseum, eine schöne Gelegenheit um die Straßenjagd für eine Weile zu unterbrechen. Auch empfiehlt es sich die Straßenjagd so zu organisieren, dass man Wellingsbüttel von Osten her aufrollt. Denn will man von hier die Straßenjagd in Hummelsbüttel fortsetzen, so kommt nur die Alsterquerung an der Gundlachs Twiete in Betracht.

Hummelsbüttel gehört mit 90 Straßen auch eher zu den kompakteren Stadtteilen. Die Siedlungsfläche liegt vor allem im Süden dieses Stadtteils, an die sich nach Norden hin die Landschafts- und Naturschutzgebiete der Hummelbütteler Moore anschließen. Hier ergibt sich auf der Straßenjagd wieder die Möglichkeit sich eines langen Spaziergangs im Grünen, denn auch der Wakendorfer Stieg muß erlegt werden, wozu man sich bis in den äußersten Norden von Hummelsbüttel begeben muss. Ist man erst einmal dort, sollte man auch den Müllberg Hummelsbütte erklimmen. Zugegeben, das klingt zuerst einmal nicht sehr verlockend, doch es handelt sich dabei um eine Parklandschaft. Der Müllberg ist eine der höchsten Erhebungen im Hamburger Norden und verspricht eine entsprechende Aussicht. Von dort aus kann man die Straßenjagd dann von Nordern kommend in Poppenbüttel fortsetzen.

Poppenbüttel ist mit seinen 156 Straßen schon ein wenig Arbeit für den fleißigen Streethunter. Wer dabei für eine Weile ins Grüne ausweichen möchte findet im Nordosten des Stadtteils bei den Gartenfreunden Kupferteich einige wenige benannte Wege zwischen den Kleingärten. Im Süden des Stadtteils kann man dann noch einen Blick auf die Burg Henneberg werfen, die einzige tatsächlich existierende Burg in Hamburg, allerdings ein im Maßstab 1:4 verkleinerter Nachbau. Die Ruine des Originals befindet sich bei Schmalkalden in Thüringen. In der Burg finden Kulturveranstaltungen statt.

Südlich von Poppenbüttel findet man bei der Straßenjagd dann Sasel. 161 Straßen warten hier darauf zur Strecke gebracht zu werden. Im Norden der Stadtteils befindet sich in einer Alsterschleife der Burgberg der Mellingsburg. Von dieser sind, wie bei fast allen Niederungsburgen aus Holz keine Gebäudereste mehr zu finden. Was bei der Straßenjagd durchaus auffällt ist, dass es in Sasel kaum Häuser mit mehr als einer Wohneinheit gibt. 70% der Häuser in Sasel sind Einzelhäuser. Entsprechend locker ist hier die Besiedelung. Wer dann ebenfalls die Straßen Sasels zur Gänze erlegt hat kann sich anschließend die Walddörfer vornehmen.

Bei den Walddörfern handelt es sich um einen alten Siedlungsverbund, auch wenn man heute darunter eine andere Gruppe von Stadtteilen versteht als vor einigen hundert Jahren als diese Gebiete in den Besitz Hamburgs kamen. Heute gehören dazu die Stadtteile Bergstedt,
Lemsahl-Mellingstedt, Wohldorf-Ohlstedt, Duvenstedt und Volksdorf.

Das südlichste Walddorf ist Volksdorf und hat 157 Straßen. Volksdorf liegt tatsächlich mitten in einem Wald, wobei das eigentlich übertrieben ist. Es ist eher so, dass es um Volksdorf herum noch einige Waldstücke gibt. Sehenswert ist in Volksdorf auch das Museumsdorf, das sieben alte Wohn- und Wirtschaftsgebäude im alten Ortskern erhalten hat. Nördlich schließt sich an Volksdorf Bergstedt an. In Bergstedt gibt es nur 85 Straßen, dafür aber zwei Naturschutzgebiete und einen Ortskern, der seinen dörflichen Charakter bewahrt hat.

Ebenfalls dörflich mutet Lemsahl-Mellingstedt an. Dieser Stadtteil, der sich aus zwei Ortschaften zusammengefunden hat ist noch nicht zu einer gemeinsamen Siedlung zusammengewachsen. Entsprechend gibt es zwischen den beiden Siedlungen und um diese herum viele Grünflächen und nicht so viele Straßen – es sind gerade mal 72.

Weiter nördlich am Stadtrand liegt der Stadtteil Duvenstedt, mit 70 Straßen, und ebenfalls im Grünen gelegen. Die Herausforderung für den Streethunter ist dabei dessen Weitläufigkeit. Denn einige Straßen liegen ganz am Rande der Gemarkung, Daraus ergibt sich entpsrechende Laufarbeit. Als letzter Stadtteil der Walddörfer bleibt dann noch Wohldorf-Ohlstedt, auch ein Stadtteil der aus zwei separaten Siedlungen entstanden ist. In Wohldorf gibt es ein Kleinbahnmuseum, und ansonsten mit 83 Straßen viel zu tun für den Streethunter. Denn viele der benannten Straßen und Wege sind weitläufig über den Wohldorfer Wald und den Duvenstedter Brook verteilt. Die Siedlungsfläche macht hier nur rund ein Drittel des Stadtteils aus.

Hat man nun auch noch die Straßen der Walddöfer erlegt, so bleibt vom Bezirk Wandsbek „nur“ noch Rahlstedt. Rahlstedt ist ein Stadtteil, und gleichzeitig auch ein Regionalbereich, denn im heutigen Rahlstedt wurden die Ortsteile Rahlstedt, Meiendorf und Oldenfelde zusammengelegt. Entsprechend umfangreich stellt sich dem Streethunter Rahlstedt als ein echte Aufgabe: Es sind 361 Straßen, auf die hier zur Jagd geblasen wird.